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NWA-Grundsätze



Warum NWA?


NWA entstand 1970 als Aktionskomitee gegen den Bau eines AKW in Kaiseraugst.

Eine breite Volksbewegung, die sich 1975 mit der illegalen Besetzung des Bauplatzes formierte, verhinderte den Bau dieses AKW. 1988, zwei Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl, wurden diese AKW-Pläne im Bundesparlament endgültig beerdigt.
Heute ist NWA eine schweizerische Organisation mit zahlreichen Regionalgruppen, die sich für das schnelle definitive Abschalten sämtlicher AKW und eine 100% erneuerbare Energiezukunft einsetzen.

Atomenergie und Atombombe


Das Atomzeitalter begann mit einem doppelten Supergau, mit dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki 1945, welche den 2. Weltkrieg beendeten.
155'000 Menschen wurden damals getötet, weitere 110'000 Menschen starben in den Wochen danach an den Folgen radioaktiver Verstrahlung. Seither weiss die Menschheit, so etwas darf nie wieder passieren.

Seit dem zweiten Weltkrieg existiert aber auch die Lüge, dass es unabhängig von der kriegerischen noch eine friedlichen, zivile Nutzung der Atomkraft gäbe.

In Wirklichkeit entwickelten die Atommächte die umstrittene Technik der chemischen Wiederaufbereitung abgebrannter Brennstäbe, um das in diesen Brennstäben enthaltene Plutonium für die Produktion von Atomwaffen nutzbar zu machen. In Form von MOoxElementen kann Plutonium auch wieder als Brennstoff in Atomkraftwerken verwendet werden.

Ächtung der Atomkraft


NWA ist überzeugt, dass die Nutzung der Atomkraft weltweit zu ächten und zu verbieten ist. Ein Grund dafür ist allein schon die Tatsache, dass die angeblich friedliche Nutzung der Atomkraft in den letzten Jahrzehnten mehreren Länder ermöglicht hat, Atomwaffen herzu­stellen.

Atomkraft - ein unerträgliches Risiko


Die Nutzung der Atomkraft als Energiequelle birgt auch für sich allein unerträg­liche Gefahren für Mensch und Umwelt. Die angebliche Sicherheit von AKW gibt es nicht. Nach Harrisburg und Tschernobyl ist Fukushima ein weiterer "Grösster Anzunehmender Unfall", ein Super-GAU.
Statistisch gesehen ist nach dieser Katastrophe die Wahrscheinlichkeit eines nicht beherrschbaren Unfalls um das 100'000 fache höher, und zwar gemessen an dem, was die Atombefürworter seit Jahrzehnten behaupten. Ein nächster GAU rückt in den Bereich des Möglichen. Er wird mit zunehmend alternden, unfallanfälligeren Atomkraftwerken noch wahr­schein­licher.

Jetzt alle AKW abschalten

NWA ist überzeugt, dass wegen dem permanenten Risiko, den nicht beherrschbaren Folgen und der Möglichkeit der grossräumigen Verstrahlung dicht besiedelter Gebiete durch einen schweren Unfall, die Nutzung der Atomkraft als Energiequelle nicht verantwortbar ist und deshalb sofort und unwiderruflich eingestellt werden muss.


Die grundsätzliche Kritik von NWA an der Nutzung der Atomkraft begründet sich zusätzlich damit, dass AKW selbst im Normalbetrieb Radioaktivität freisetzen. Dies führt zu einer schleichenden Verseuchung der Bevölkerung und erhöhten Krebsrisiken in der Umgebung von AKW.

Hinzu kommen die unzähligen Pannen, die immer wieder unge­plant Radioaktivität weit über die bestehenden Grenzwerte hinaus freisetzen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die bestehenden AKW weltweit weder gegen Flugzeug-Abstürze, noch gegen gezielte Terroranschläge oder starke Erdbeben genügend gesichert sind.

Hinzu kommt, dass der Uranabbau ein tödliches Handwerk ist, wel­ches Arbeiter und die Bevölkerung in der Umgebung von Bergwerken mit radioaktivem Staub und Radon-Gas belastet.

Hinzu kommt, dass die Lagerung des Atommülls zusätzliche Risiken mit sich bringt, die Endlagerfrage nach wie vor ungelöst ist und der heute verursachte Atommüll nachfolgen­de Generationen während Zehntausenden von Jahren belasten wird.

Schliesslich und nicht zuletzt würde eine Vollkostenrechnung ergeben, dass die Atomkraft neben ihrer Gefährlichkeit die ineffizienteste und teuerste Form darstellt, die Energiebedürfnisse einer Gesellschaft zu decken.

Schweizer Atomausstieg jetzt realisieren

NWA stellt fest, dass der schwere Unfall in Fukushima in der Schweiz zu einem Umdenken geführt hat. NWA nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis, dass der Bundesrat und anschliessend auch das Parlament sich grundsätzlich dafür entschieden haben, aus der Atomkraft auszusteigen. Noch sind jedoch keine gesetzlich festgelegten Zeitpunkte für das Abschalten der einzelnen AKW festgelegt. Ein verbindliches Massnahmenpaket, welches innert nützlicher Frist den Ersatz des Atomstroms vorsieht, steht noch aus.

Ausstiegsfristen

NWA befürwortet ein Ausstiegsszenario, welches beinhaltet, dass die bestehenden Atomreaktoren der Schweiz nach höchstens 40 Jahren Betriebsdauer vom Netz gehen; d.h. Beznau 1 und 2 sowie Mühleberg müssen sofort abgeschaltet werden, Gösgen spätestens 2019 und Leibstadt nicht später als 2024.

100% Erneuerbar

Damit die Stromversorgung auch bei einem raschen Ausstieg aus der Atomkraft sichergestellt ist, setzt sich NWA dafür ein, dass auf eidgenössischer und kantonaler Ebene Szenarien entwickelt werden, welche
a) die bestehenden Einsparmöglichkeiten beim Strom- und Energieverbrauch weitestgehend realisieren,
b) best practice Effizientechnologien maximal fördern, und
c) die Produktion erneuerbarer Stromerzeugunganlagen (Wind, Photovoltaik, Wasser, Geothermie) durch die Aufhebung von Begrenzungen bei der kostendeckenden Einspeisevergütung so gefördert werden, dass diese Technologien sich auf dem Markt rasch duchsetzen.

Dabei geht NWA von der Einschätzung aus, dass eine 100% Versorgung mit erneuerbarem Strom in der Schweiz innerhalb von zwei Jahrzehnten realisierbar ist.

Um die unerträglichen Risiken der laufenden AKW möglichst rasch zu eliminieren, nimmt NWA in Kauf, wenn durch eine rasche Abschaltung der AKW kurzfristig Atomstrom durch Strom aus fossilen Quellen ersetzt werden muss.

Durch den Reichtum von erneuerbarem Strom aus Wasserkraftwerken, namentlich den grossen Speicherkraftwerken in den Alpen im Verbund mit Pumpspeicherwerken, besitzt die Schweiz ausgezeichnete Voraussetzungen, um in einem Stromverbund mit den umliegenden Ländern eine tragende Rolle bei einer 100% erneuerbaren europäischen Stromversorgung zu spielen.
Dabei gebietet der Grundsatz des sparsamen Einsatzes vorhandener Mittel auf die Illusion einer schweizerischen Stromautarkie zu verzichten, und stattdessen durch eine Verbindung von dezentraler Produktion und grossräumigen Stromleitungskapazitäten eine effiziente und kostengünstige Versorgung mit 100% erneuerbarem Strom sicherzustellen.


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Dieser Eintrag handelt von AKW, KKW, Atomkraftwerken, Kernkraftwerken, Kernkraft, Atomkraft, Atomstrom, Erneuerbarer Energie, AKW abschalten, AKW stilllegen und Kaiseraugst.